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Kirchengemeinde Hassel (Weser)

Aktionen

Hier findet Ihr unsere aktuellen Aktionen. Die neuste Aktion steht unten 😇

Ein Selfie für den Pastor | 24.3.2020

Videogottesdienst online. Predigen, singen, beten – doch die Kirchenbänke sind leer, in Hassel und Hämelhausen, ja deutschlandweit. Corona heißt diese bittere Realität. Kein Gottesdienst, keine Gemeinschaft miteinander – das fühlt sich irgendwie fremd an. Nicht nur, weil es doch gerade jetzt so wichtig wäre, den Menschen einen Raum zur Stärkung und zum Trost zur Verfügung zu stellen. Was also tun? In allen Kirchengemeinden werden Pastoren, Kirchenvorstände und Mitarbeiter kreativ, auch Pastor Michael Weiland und Team. Ein Notfallplan für die tägliche Arbeit ist erstellt, die Internetseite der Kirchengemeinde (https://kirche-hassel-weser.wir-e.de) wird laufend aktualisiert und erste "Kunden" nehmen das Angebot von "Hassel hilft!" (Tel.: 04254/2211) bereits in Anspruch. Für Gespräche und Fragen ist Pastor Weiland dienstags und donnerstags in der Zeit von 16–19 Uhr persönlich unter der Telefonnummer 04254/8005020 im Pfarramt Hassel erreichbar, ansonsten läuft der Anrufbeantworter.

"Ganz allein in der Kirche, ohne Besucher, ohne Menschen, die ich direkt ansprechen kann und für die ich da sein kann, das ist schon ein komisches Gefühl.", meint Pastor Weiland. Und nur ein Gebet sprechen, das reicht dem Pastor nicht, das kann doch nicht alles sein. Schnell ist ein neues Projekt geboren: Videogottesdienst online. Ein kleiner Gottesdienst aus der Kirche direkt von der Internetseite ins Wohnzimmer. Der erste Videogottesdienst kann bereits auf der Internetseite der Kirchengemeinde angeschaut werden. Doch ein Problem hat Pastor Weiland noch: "Wenn die Kirche leer ist – wen soll ich da ansprechen, woher soll ich die Motivation nehmen?". Die Lösung: Ein Selfie für den Pastor. "Was in Italien möglich ist, sollte doch auch bei uns klappen.", so Michael Weiland. 

"Bitte schickt mir Selfies oder Fotos an meine E-Mail-Adresse: michael.weiland@evlka.de. Ich drucke sie dann aus und befestige sie an den Kirchenbänken. So muss ich nicht in einer leeren Kirche predigen.". Natürlich können Fotos auch per Post geschickt werden an: Michael Weiland, An der Kirche 2, 27324 Hassel. Egal in welcher Form, Pastor Weiland freut sich, auf diese Weise die Häuser "voll" zu kriegen. "Jeder kann etwas schicken, auf den Bänken der beiden Kirchen ist genügend Platz für Fotos von allen Einwohnern aus Hassel und Hämelhausen.", so der Aufruf. Das wären dann rund 2360 Köpfe und sicher eine riesige Motivation.
Quelle: MW

Gemeinsam Zeichen setzen | 24.3.2020

Alles ist anders in diesen Tagen: Die Schule ist zu, der Kindergarten hat geschlossen. "Prima", haben manche vielleicht zuerst gedacht, "dann haben wir ja noch längere Osterferien!".

Aber ganz so lustig ist es leider nicht. Denn wenn wir Ferien hätten, dann könnten wir Ausflüge machen. Ins Schwimmbad oder Museum fahren. In den Vogelpark oder den Kletterwald. Und vor allem Freunde treffen. Aber das alles ist jetzt gestrichen. Denn im Moment gibt es ein ganz blödes Virus, das ganz viele Menschen krank macht. Corona heißt es. Und es ist so ansteckend, dass wir zu Hause bleiben sollen, nicht unsere Freude treffen und manchmal nicht mal Oma und Opa besuchen können. Selbst die Gottesdienste in unseren Kirchen können im Moment nicht gefeiert werden.

Was machen wir nun?

Mich hat das an eine Zeit erinnert, als schon einmal Menschen keine Gottesdienste feiern durften. Das ist schon sehr lange her (fast 2000 Jahre) und damals war kein Virus schuld, sondern der Kaiser von Rom. Der wollte sich nämlich als Gott verehren und anbeten lassen. Für die Christen war das undenkbar: Es gibt schließlich nur einen einzigen Gott. Deshalb wurden sie damals vom römischen Staat verfolgt. Sie durften sich nicht treffen und keine Gottesdienste feiern.

Aber die Christen hatten damals eine gute Idee: Sie hatten ein Geheimzeichen, mit dem sie sich gegenseitig zeigen konnten, wer an Jesus Christus glaubt: ein Fisch! Nur die Christen haben gewusst und verstanden: Wo das Bild von einem Fisch aufgemalt ist, da sind andere Christen. Die glauben auch an Gott. Da bin ich nicht alleine. Und da wird ein Gottesdienst gefeiert!

Ich dachte mir: Das können wir auch! Wir nutzen einfach auch den Fisch als Geheimzeichen, um miteinander in Verbindung zu bleiben.

Deshalb habe ich eine Aufgabe für Euch:

  • Sucht schöne Steine. Macht sie ein bisschen sauber und malt einen Fisch darauf. Mit Farbe, die auch im Regen nicht verschwindet. Also am besten mit Acrylstiften oder Lackfarbe. Mit Eddings oder Nagellack.
  • Und verteilt diese Fisch-Steine in Hassel und Hämelhausen.

Vor Haustüren und an Straßenecken. Vor der Kirche und am Dorfgemeinschaftshaus. Und wer so einen Fisch-Stein findet, der weiß: "Hurra! Jemand hat an mich gedacht.".

Der Fisch erinnert uns an Jesus Christus. Und der hat einmal zu seinen Freunden gesagt: "Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen." (Matthäus 18,20)

Wir können uns im Moment zwar nicht mehr gleichzeitig treffen. Aber wenn eine einen Fisch-Stein malt und verteilt und ein anderer ihn findet: Dann sind es trotzdem zwei, die in seinem Namen versammelt sind. Und dann ist Jesus Christus mitten unter uns.

Damit wir das feiern und viele Gründe haben uns zu freuen: Malt viele Fische und verteilt sie!

Wer mag, kann ein Foto vom Malen, Verteilen oder Finden machen und es im Internet auf Facebook mit dem Hashtag #ZuversichtmitFisch hochladen oder dem Pastor per E-Mail (michael.weiland@evlka.de) schicken, damit er es auf die Homepage stellt. Dann freuen sich noch viele andere mit. Und werden (genau wie damals die ersten Christen) daran erinnert: Gott ist mitten unter uns, auch in schwierigen Zeiten.

Ich freue mich schon auf Eure Fische und Bilder. Bleibt gesund und behütet!
Quelle: MW

Osterfreude (ver)schenken | 1.4.2020

Ostern steht vor der Tür. Doch sich auf das Fest freuen, das fällt in diesen Tagen schwer. Die Enkel dürfen nicht zu Oma und Opa, Kranke nicht unter Leute, die Kinder leben weit weg oder es ist gar keiner mehr da. Das kann zusetzen. „Dagegen können wir was tun!“, meint Pastor Michael Weiland. Gemeinsam kreativ werden und anderen eine Freude machen. „Malt Bilder, bastelt eine Kleinigkeit oder schreibt ein paar liebe Zeilen und legt es vor die Türen derjenigen, die ihr beschenken wollt! Lasst uns anderen was Gutes tun und Freude und Lachen verschenken!“, ermutigt der Pastor, „Denn auch das ist Ostern, sich gegenseitig Hoffnung und Freude zurufen.“.

Wer Osterfreude verschenken will, aber nicht weiß, an wen, der kann sich gerne bei Nelly Wendt melden unter der Telefonnummer 04254/5811326. Sie engagiert sich ehrenamtlich und vermittelt gerne weiter. Und natürlich könnt Ihr auch dieses Mal Bilder von Euren Ideen und Kreationen an Pastor Michael Weiland (michael.weiland@evlka.de) für die Homepage der Kirchengemeinde schicken.
Quelle: MW

Wir bringen das Kreuz zum Blühen | 26.5.2020

Zusammen Zeit verbringen, gemeinsam feiern, gemeinsame Zeit genießen – das alles muss noch warten bzw. ist im Moment nur sehr eingeschränkt möglich. Noch immer müssen wir vorsichtig sein, Abstand halten, möglichst zu Hause bleiben. Ein Ende ist momentan noch nicht in Sicht.

Wohin mit unseren Ängsten, unseren Wünschen und unseren Hoffnungen? „Das fragen sich in diesen Tagen viele.“, meint Pastor Michael Weiland aus Hassel. Sein Vorschlag: "Lasst sie uns sammeln! Und damit die Kreuze vor unseren Kirchen zum Blühen bringen!". "Wir setzen Hoffnungszeichen. So bleiben wir verbunden. So können wir uns nah sein, auch ohne zusammen zu sein. Gerade zu Pfingsten und zum Heiligen Geist passt das gut, der uns mit seiner Kraft verbindet."

Jede und jeder ist herzlich eingeladen, die Kreuze mit Notizen oder mit Blumen zu schmücken "Schreibt sie auf: Eure Wünsche, Ängste und Hoffnungen. Notiert sie auf kleine bunte Zettel und steckt sie in die Kreuze, die in Hassel und Hämelhausen vor den Kirchen stehen. Schreibt alles auf, was Ihr loswerden möchtet, in Stichworten, in Sätzen, Gedichten oder Gebeten – alles ist erlaubt, alles ist richtig – und lasst uns damit die Kreuze zum Blühen bringen!", ermutigt Pastor Weiland.

Die Notizen werden in beiden Kirchen gesammelt. Am Ende, wenn alle wieder ohne Einschränkungen zusammenkommen und gemeinsam feiern können, soll damit ein Gottesdienst, ein Freudenfest gestaltet werden.

Zettel und Stifte liegen an den Kreuzen bereit, können allerdings nicht laufend desinfiziert werden. Wer also auf Nummer sicher gehen will, bringt vorsichtshalber seinen eigenen Stift mit oder fertigt die Botschaft bereits zu Hause an.
Quelle: MW